STARS OF BOOGIE BLUES

Das Blues/Boogie - Konzentrat
Europas Boogie – Elite lädt zum Gala – Abend in das Linzer Brucknerhaus, und wird, soviel kann schon jetzt vorweggenommen werden, den Boogie & Blues – Fans so richtig einheizen!
Hans Theessink, Axel Zwingenberger (laut britischen Kritikern der „Boogiemaster of the World“), sowie Martin & Sabine Pyrker, geben sich die Ehre, da wird dem echten Fan warm ums Herz!
Live am 21. Februar 2012 im Konzerthaus Wien
und am 25. Februar 2012 im Linzer Brucknerhaus
Lineup 2012:
Hans Theessink
Axel Zwingenberger
Martin & Sabine Pyrker
Karten für Linz:
Brucknerhauskassa, Linzer und Welser Kartenbüros sowie bei allen Ö-Ticket Verkaufsstellen (Raiffeisenbanken, Sparkassen ...)
oder bei unserem telef. Kartenbestell-Service unter 07248/62 975
Info-Flyer zum selber Ausdrucken - download hier
Fotos Stars of Boogie & Blues
Copyright auf alle Fotos - [MGE]
BIOGRAFIE AXEL ZWINGENBERGER
Axel Zwingenberger (* 7. Mai 1955 in Hamburg) ist ein deutscher Boogie-Woogie- und Blues-Pianist und -Komponist.
Zwingenberger, Sohn eines HNO-Arztes, erhielt ab seinem 6. Lebensjahr Klavierunterricht, kam aber erst mit 17 Jahren mit dem Boogie-Woogie in Berührung. Bis dahin habe er (Zitat) „nicht gewusst, dass man so Klavier spielen kann“. Von diesem Zeitpunkt an stand diese Stilrichtung im Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit.
Axel und Torsten Zwingenberger, 2011.
Im Jahre 1975 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag. Im Laufe der Jahre trat er zusammen mit einer Reihe bekannter US-amerikanischer Jazzmusiker (Big Joe Turner, Lionel Hampton, Champion Jack Dupree, Mama Yancey, Jay McShann und viele mehr) auf. Diese Zusammenarbeit führte meist auch zu Plattenaufnahmen. Die Serie der aufgenommenen Sessions umfasst rund 30 Schallplatten oder CDs. Er hat auch an Alben von Bill Wyman’s Rhythm Kings (Just For A Thrill) oder Ludwig Hirsch (In Meiner Sprache) mitgewirkt. Gerne und regelmäßig tritt er auch mit seinem Bruder, dem Jazz- und Blues-Schlagzeuger Torsten Zwingenberger, auf.
Axel Zwingenberger bereichert den Boogie Woogie mit eigenen Kompositionen und auch der Herausgabe von Musikalien.
Im Frühjahr 2009 – vermittelt durch den Pianisten Ben Waters – erneuerte Zwingenberger seine musikalische Zusammenarbeit mit Charlie Watts. Seitdem spielen Zwingenberger, Waters, Watts und der Kontrabassist Dave Green zusammen in der Band „The ABC&D of Boogie Woogie“. Der Bandname leitet sich von den Vornamen Axel, Ben, Charlie und Dave ab.
Auf seinen Konzerttourneen Anfang der 1990er Jahre auf dem Gebiet der ehemaligen DDR fielen ihm viele der dort noch vorhandenen Dampflokomotiven auf, und die akustische Nähe der Dampfmaschinentechnik zur stampfenden Rhythmik des Boogie Woogie. Er belebte sein altes Hobby des Fotografierens wieder und spezialisierte sich auf Blitzlicht-Nachtaufnahmen fahrender Dampfzüge. Zwingenberger dokumentierte seine Liebe zu Dampflokomotiven in einem Fotoband (Vom Zauber der Züge, ISBN 3-926398-02-7) mit selbst aufgenommenen Fotografien. Zwingenberger gründete mit Freunden die „Stiftung Kultur auf Schienen“, um das Überleben und den Betrieb historischer denkmalgeschützter Schienenfahrzeuge wie der 18 201 zu fördern.
Martin Kunzler schreibt im Jazz-Lexikon, Band 2: Von La Barbera bis Zwingenberger: „Mit enormem Drive und Gespür für den Aufbau von Atmosphäre repräsentiert der Pianist Axel Zwingenberger den Gipfel der europäischen Boogie Woogie-Renaissance.“
Peter Stöbich meint in der Tastenwelt 3/03: „Axel Zwingenberger spielt den Boogie Woogie so authentisch wie seine legendären Lehrmeister… Für viele jüngere Pianisten ist der Hamburger inzwischen selbst zum Idol und Mentor geworden.“
Für das Album Let’s Boogie Woogie All Night Long erhielt Zwingenberger gemeinsam mit Bluesshouter Big Joe Turner den Deutschen Schallplattenpreis in der Kategorie „Traditioneller Jazz“. 2007 wurde Zwingenberger in den USA in die Boogie Woogie Hall Of Fame aufgenommen.
Weiterhin wurde die Titelseite des Wochenend-Journals des Hamburger Abendblattes vom 23. September 2000 mit Fotografien aus seinem Buch Vom Zauber der Züge gestaltet und mit dem European Newspaper Award 2000 in der Kategorie Fotografie ausgezeichnet. Weiterhin erhielt er gemeinsam mit Gottfried Böttger und Torfrock den NORD AWARD 2007.
Diskografische Hinweise:
Soloalben [Bearbeiten]
1977 Boogie Woogie Breakdown
1977 Boogie Woogie Session '76 – mit Hans-Georg Möller und Martin Pyrker
1979 Let’s Boogie Woogie All Night Long – mit Big Joe Turner
1980 Power House Boogie
1981 Boogie Woogie Jubilee – mit Big Joe Turner, Roy Milton, Eddie »Cleanhead« Vinson, Margie Evans
1982 The Boogie Woogie Album mit Lionel Hampton und seinem Orchester
1985 Boogie Woogie live
1988 Boogie Woogie Bros. – mit Torsten Zwingenberger
1990 Blue Pianos – mit Jay McShann
1990 Boogie Woogie Classics
1990 Boogie In The Barrelhouse
1995 Boogie Back To New York City live, New York City, April 1995
1996 Swing The Boogie – mit Jay McShann live
1999 Brothers in Boogie – mit Torsten Zwingenberger
1999 The Boogiemeisters – mit Vince Weber
2001 Let’s Boogie Woogie All Night Long – mit Big Joe Turner CD reissue
2001 Vom Zauber der Züge
2004 Groovology – mit Gottfried Böttger
2007 Saxy Boogie Woogie – mit Big Jay McNeely
2009 Lady Sings the Boogie Woogie – mit Lila Ammons
2010 The Magic of Boogie Woogie – im Trio mit Charlie Watts & Dave Green
Axel Zwingenberger And The Friends Of Boogie Woogie [Bearbeiten]
1984 Vol. 1 Sippie Wallace – mit Sippie Wallace
1985 Vol. 2 From Hamburg To Hollywood – mit Big Joe Turner, Joe Newman, Lloyd Glenn, Torsten Zwingenberger
1987 Vol. 3 An Evening With Sippie Wallace- mit Sippie Wallace
2001 Vol. 4 The Blues Of Mama Yancey – mit Estelle Mama Yancey
1988 Vol. 5 Champ’s Housewarming – mit Champion Jack Dupree und der Mojo Blues Band
1988 Vol. 6 On Stage With Champion Jack Dupree – mit Champion Jack Dupree und Torsten Zwingenberger
1990 Vol. 7 Champion Jack Dupree Sings Blues Classics
1992 Vol. 8 Heat It Up! – mit Red Holloway und der Mojo Blues Band
2007 Vol. 9 Red Hot Boogie Woogie Party – mit Red Holloway und der Mojo Blues Band
2000 Vol. 10 Kansas City Boogie Jam – mit Big Joe Duskin, Sammy Price und Jay McShann
Fakten über Axel Zwingenberger:
• spielt Blues- und Boogie Woogie-Piano
• in Hamburg geboren
• 11 Jahre klassischer Klavierunterricht
• Auftritt mit Boogie Woogie: 3. Februar 1973
• mehr als 4000 Konzerte in über 50 Ländern auf
• 4 Kontinenten
• 30 CDs unter eigenem Namen veröffentlicht:
• 409 Stücke aufgenommen, davon 214 eigene Kompositionen
• verkaufte Tonträger: ca. 500.000 Stück
• Notenbuch mit weltweit erstmalig nicht vereinfachten Transkriptionen von 12 Boogie Woogie- und Blues-Eigenkompositionen
• dutzende TV- und Radio-Auftritte
• Tourneen, Konzerte und/oder Aufnahmesessions mit Musikern wie u.a.: Lionel Hampton, Jay McShann, Big Joe Turner, Lloyd Glenn, Joe Newman, Sippie Wallace, Champion Jack Dupree, Sammy Price, Ray Bryant, Charlie Watts, Vince Weber, Red Holloway, Mojo Blues Band, Big Joe Duskin, Bill Wyman, Big Jay McNeely und vielen mehr
• musikalisches Vorbild, Initialfigur und Mentor für viele jüngere Pianisten
• Hobby: Dampfeisenbahnen und fotografieren derselben
• Herbst 2000: Axel Zwingenberger veröffentlicht sein erstes Fotobuch »Vom Zauber der Züge« mit über 200 seiner Nachtfotografien, 2 CDs und einer Notenausgabe seiner Komposition »Thundertrain«
• 2004: österreichische Post veröffentlicht Briefmarkenserie »Axel Zwingenberger spielt Boogie Woogie»
• 2006: Axel Zwingenberger gründet eine Stiftung zur Rettung der Dampflokomotive 18 201 (die schnellste der Welt!) Infos: www.kultur-auf-schienen.de
• 2007: Axel wird in den USA in die »Boogie Woogie Hall Of Fame« aufgenommen
• ab 2009: Konzerte in Großbritannien, später auf dem Kontinent: »The ABC&D of Boogie Wooige« mit Axel, Ben Waters (p), Charlie Watts (dr) & Dave Green (b)
• 2010: CD Nr.30: »The Magic of Boogie Woogie« mit Charlie Watts und Dave Green
• Axel Z. immer aktuell im Internet: www.boogiewoogie.net
(Quelle:de.wikipedia.org)
BIOGRAFIE HANS THEESSINK
Hans Theessink (* 5. April 1948 in Enschede, Niederlande) ist ein niederländischer Blues-Gitarrist, Sänger und Songschreiber, der in Wien lebt.
Inspiriert durch Aufnahmen von Bluesmusikern wie Big Bill Broonzy und Leadbelly brachte sich Theessink Anfang der 1960er Jahre das Gitarrespielen bei. Er trat mit der Silly Skiffle Group in seiner Heimat und auch im benachbarten Deutschland auf. 1970 machte Theesink mit Next Morning at Sunrise seine erste Aufnahme. Seitdem brachte er zahlreiche Alben heraus und tritt regelmäßig auf wichtigen Blues-, Jazz- und Folk-Festivals in Europa und Amerika auf.
Seit 1986 arbeitet Theessink mit dem Tuba-Spieler Jon Sass zusammen. Auftritte bestritt Theessink mit seiner Formation Hans Theessink & Blue Groove. 1994 erschien das Soloalbum Hard Road Blues, auf dem einzig die Stimme und die Gitarre von Hans Theessink zu hören sind. 1995 kam in Amerika das Lehrvideo Hooked on the Blues auf den Markt. Auf dem Album Lifeline (1998) singt Charles Brown das Theessink-Stück Love Sweet Love.
2001 erhielt er den Goldenen Rathausmann der Stadt Wien. Seit 2004 tritt Theessink mit der Hans Theessink Band auf. In der 2007 veröffentlichten CD Slow Train arbeitet Theessink außerdem mit Sängern aus dem südlichen Afrika zusammen.
Wenige Wochen vor dem Tod des Liedermachers Georg Danzer schenkte dieser Theessink seine Lieblingsgitarre mit dem Beisatz, er möge gut auf sein „Baby“ aufpassen. Am 29. Juni 2007 spielte Theessink dann erstmals live auf dieser Gitarre - unter anderem auch den Danzer-Song Freiheit.
Diskografie
▪ Next morning at sunrise (1970)
▪ Klasselotteriet (1976)
▪ Slow and Easy (1978)
▪ Late last night (1980)
▪ Antoon met 'n bok (1981)
▪ Cushioned for a soft ride inside (1982)
▪ Titanic (1983)
▪ All night all long, gemeinsam mit Peter Ratzenbeck live im Wiener Metropol (1985)
▪ Baby Wants to Boogie (1987)
▪ Johnny & The Devil (1989)
▪ Call Me (1992)
▪ Hans Theessink & Blue Groove: Live (1993)
▪ Hard Road Blues (1994)
▪ Crazy Moon (1995)
▪ Hooked On The Blues (Guitar Instruction DVD) (1995)
▪ Journey On (1997)
▪ Blue Grooves From Vienna (1998)
▪ RTL 3 – Gitarre x 3 (1998)
▪ Lifeline (1998)
▪ Songs from the Southland (2003)
▪ Bridges (2004)
▪ Live in concert: A Blues & Roots Revue (DVD) (2004)
▪ Slow Train (2007)
▪ Hans Theessink & Terry Evans: Visions (4. April 2008)
▪ Birthday Bash (2009)
▪ Jedermann Remixed (2011)
############### Original Biografie #######################
Angefangen hat alles in den frühen Sechzigern, als Hans das erste Mal mit "The Blues" in Berührung kam. Eine Radiosendung mit Big Bill Broonzy und Leadbelly fesselt ihn dermaßen, daß er sich, beeindruckt vom Sound und vom enormen Gefühlsreichtum des Countryblues, selbst die Bluesgitarre erarbeitete. Seine einzigen Lehrer: die Altmeister des Blues.
Theessinks erste Platte kommt 1970 auf den Markt. Seither hat sich seine Musik kontinuierlich weiterentwickelt und zuletzt einen Status erreicht, der für einen Europäer einzigartig ist.
Im Laufe von zig Jahren, mehr als fünfzehn Langspielplatten (von denen einige bereits begehrte Sammlerstücke sind) und unzähligen Live-Auftritten hat Hans Theessink nicht nur seinen eigenen Gitarrenstil entwickelt, sondern zählt zu den führenden weißen Bluessängern/Songschreibern. Seine Lieder werden von anderen Künstlern gecovert und in vielen Sprachen übersetzt und sind Musterbeispiele der Blues-Gitarrenarbeit und bereits als Songbuch erschienen. (Doblinger Verlag: "Fingerpicking & Bottleneck Favourites" - 1994).
Seine musikalischen Fähigkeiten, Bühnenausstrahlung und Entertainerqualitäten brachten ihm auch dort viel Anerkennung, wo der Blues zu Hause ist - regelmäßige Einladungen zu wichtigen amerikanischen Festivals wie dem "New Orleans Jazz & Heritage Festival", dem "Chicago Blues Festival" , dem "Kansas City Blues & Jazz Festival", dem "Philadelphia Folk Festival", dem "St.Louis Blues & Heritage Festival" und dem "Kerville Folk Festival" sprechen für sich.
1986 findet er in dem New Yorker Tuba-Spieler Jon Sass (Ex-Vienna Art Orchestra) einen kongenialen Mitstreiter. Die außergewöhnliche Kombination von Gitarre und Tuba auf den Alben "Baby Wants To Boogie" und "Johnny & The Devil", die beide auch vom Chicagoer Label "Flying Fish" veröffentlicht werden, erntet hervorragende Kritiken, zahlreiche Funkeinsätze und Bestplazierungen in den Bluescharts.
1991 entsteht das Album "Call Me" in München, Hollywood und Woodstock mit hochkarätigen Musikerfreunden wie Bobby King & Terry Evans, Richard Bell, Rick Danko, Garth Hudson, Morris Goldberg, Jon Sass, Colin Linden, Maceo Parker, Fred Wesley und Pee Wee Ellis. "Call Me" ist sowohl künstlerisch als kommerziell sehr erfolgreich (Weltweit über 50.000 Stück verkauft.)
Weitere Impulse kommen mit der Live-Formation "Hans Theessink & Blue Groove": Neben dem Tubisten Jon Sass ist noch der karibische Perkussionist und Sänger Alee Thelfa mit von der Partie. Die schönsten Momente einer Tour durch Clubs und Festivals in Europa fängt das Album "Hans Theessink & Blue Groove - Live" ein.
1994 veröffentlicht Hans sein Solo-Album "Hard Road Blues": 13 erdige Bluessongs im Alleingang eingespielt. Eine Gitarre - eine Stimme: Blues in seiner ursprünglichsten Form. Das Album findet nicht nur bei Bluesfreunden großen Anklang.
Die führende amerikanische Musikinstruktionsfirma "Homespun Tapes" produziert ein Lehrvideo mit Hans in Woodstock: Ein Europäer unterrichtet die Amerikaner in Bluesgitarre! ("Hooked On The Blues" - Dynamic Guitar Techniques, taught by Hans Theessink). Die PAL-Versionen - sowohl deutsch- als englisch-sprachig erscheinen im Herbst 95.
1995 startet die Produktion zu "Crazy Moon". Diesmal wiederum ein größeres Studioprojekt. Hans arbeitet in verschiedenen Tonstudios in Österreich, Austin, Köln und Los Angeles. "Crazy Moon" zeigt eindrucksvoll, was im Blues noch alles möglich ist, wenn ein internationales Könner-Team mit Spielfreude zur Sache geht. Neben Tuba-Partner Jon Sass und dem Kanadischen Pianisten/Organisten Richard Bell (The Band, vormals Janis Joplin), die auch schon bei "Call Me" mit dabei waren, bekam Hans Unterstützung von Freunden seiner Austin Connection, vertreten durch Ponty Bone (Akkordeon), Saxophonisten Rocky Morales, "Mambo" Traenor am Waschbrett, die Sängerin und Pianistin Marcia Ball und die Dobro-Spielerin Cindy Cashdollar (Asleep At The Wheel). In Los Angeles wartete dann Terry Evans mit einer exzellenten Gospel-Vokal-Truppe auf seinen Einsatz. Sogar die beiden "Dubliners" John Sheahan und Sean Canon sind mit von der Partie.
Der bekannte österreichische Filmregisseur Peter Patzak ist von "Crazy Moon" so begeistert, daß er nicht nur die Musik für einen Fernsehfilm verwendet, sondern ihm auch gleich den Titel "Crazy Moon" gibt. In der Rolle eines Musikers hat Hans in diesem Film sein Schauspieler-Debüt. Kurz darauf wird Hans engagiert für die Nebenrolle eines kauzigen Vogelkundlers in der Verfilmung des Gerhard Roth Romans "Der See".
Die Vorarbeiten zum nächsten Album "Journey On" beginnen im Sommer ´96 während einer USA-Tournee. 7 Eigenkompositionen und je ein Song von Muddy Waters, Leadbelly, Rufus Thomas und Willie Dixon werden in Studios in Philadelphia und LA aufgenommen. Neben den bekannt virtuosen Tubaklängen von Jon Sass, wird der Sound maßgeblich von Terry Evans, Sänger extraordinaire aus Los Angeles, bekannt von seinen Produktionen mit Ry Cooder, geprägt. "JOURNEY ON" bringt BLUES und ROOTS MUSIC, pur und authentisch. Wenngleich Hans Theessinks Wurzeln im Countryblues liegen, so versteht er es, auch zahlreiche andere Aspekte und Schattierungen der amerikanischen Musikkultur einfließen zu lassen und zu einem organischen Ganzen zu verschmelzen. Somit kommen auch Gospel, Soul, Rhythm’n Blues zum Zuge und sogar Anflüge von Cajun Musik sind zu vernehmen. Es muß kaum noch erwähnt werden, daß Hans Theessink bei all dieser Vielfalt der "handgemachten", der akustischen Musik die Treue hält. Seiner in Jahrzehnten gewachsenen musikalischen Unverwechselbarkeit ist es zu verdanken, daß selbst bekannte Bluesstandards wie Theessink-Originale klingen.
Im April 1998 feierte Hans seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlaß brachte das deutsche Label "Minor Music" das Album "Blue Grooves from Vienna", sozusagen als Jubiläumsgabe heraus. Die CD ist eine Mischung aus Nummern von älteren Alben und seltenen Aufnahmen.
Wenig später im gleichen Jahr kam auch "RTL 3 – Gitarre x 3" eine Zelebration akustischer Gitarrenmusik heraus. Hans musiziert hier gemeinsam mit den beiden österreichischen Gitarristen Peter Ratzenbeck und Michael Langer.
Hans ist einer der meist beschäftigten Musiker der internationalen Blues-Szene. Er spielt mindestens 200 Konzerte im Jahr – fand aber trotzdem die Zeit, 1998 auch noch die neue CD "Lifeline" (seine 15.) zu veröffentlichen.
"Lifeline" ist einmal mehr ein faszinierender und einzigartiger Theessink-Mix. Hans konzentrierte sich auf Stimmen und Gitarren. (Viele der Instrumente aus Hans‘ Sammlung sind im liebevoll gestalteten CD-Digipack abgebildet). Die Vorbereitungen für das neue Album begannen während einer Tour, die Hans im Herbst ´97 mit der amerikanischen Gospel und Blues Truppe The Holmes Brothers machte. Die gemeinsamen Konzerte machten so viel Spaß, daß in der freien Zeit zwischen zwei Shows spontan eine Session im Tonstudio Ollersbach organisiert wurde. Von dem Resultat beeindruckt, beschloß Hans noch weitere seiner herausrragendenden Musikerfreunde ins Studio einzuladen: u.a. Linda Tillery & The Cultural Heritage Choir, backing vocals, Pee Wee Ellis am Sax und die Blue Groove Mitglieder Jon Sass an der Tuba und Alee Thelfa an Drums und Percussion. Auf "Lifeline" arbeitet Hans auch erstmals zusammen mit Insingizi Emnyama, einem Männerchor aus Zimbabwe, der dem Song "Soul On Fire" sein wunderbares afrikanisches Flair verleiht. Wobei diese Nummer überhaupt durch interkontinentale Zusammenarbeit geprägt ist, trugen doch Musiker aus Amerika, Asien, Europa und Afrika ihr Scherflein bei.
Ein Wunschtraum wurde wahr, als sich Blueslegende Charles Brown bereit erklärte, auf Hans‘ Song "Love Sweet Love" zu singen – das erste Mal, daß Hans die Leadvocals einem anderen überläßt. Ein weiteres "erstes Mal" gibt es auf "Lifeline" mit "Blue Seagull" – erstmals hat der Saitenvirtuose ein Instrumental eingespielt. Hans‘ Vorhaben, einige Songs mit Bluesmandolinen-Altmeister Yank Rachell aufzunehmen, konnte leider nicht mehr verwirklicht werden. Yank starb im April 1997. "Mandolin Man" ist Yank Rachell und seiner Musik gewidmet.
Wie auch auf früheren Werken deckt Hans mit "Lifeline" eine große Bandbreite ab. Stilistisch bewegt er sich zwischen dem hypnotisierenden Ein-Akkord-Blues-Sound von "Missing You", dem sophisticated Swing-Sound von "Love Sweet Love" bis zum archaischen Blind Willie Johnson Klassiker "Soul Of A Man" und dem country-beeinflußten, voll arrangierten, "Ready For The Ride". Hans ist ein Meister, wenn es darum geht, für jeden Song die richtige musikalische Atmosphäre zu schaffen. Er weiß um die Schönheit der einfachen Akkorde und ist sich bewußt, daß Musik viel Raum zum "atmen" braucht. Für Click-Tracks oder Drum-Computer ist auf Theessinks Werken kein Platz. Seine Musik folgt dem menschlichen Puls und Herzschlag im erdverbundenen Groove. Auf "Lifeline" beweist Hans einmal mehr, warum er der einzige europäische Blueser ist, vor dem sogar die Amerikaner den Hut ziehen. Tatsache ist - er wird immer besser. Mit "Lifeline" legt Hans Theessink ein ausgereiftes Meisterwerk vor.
(Quelle:de.wikipedia.org + Hans Thessink)
BIOGRAFIE MARTIN PYRKER
Martin Pyrker (* 27. August 1954 in Wien) ist ein österreichischer Boogie Woogie- und Bluespianist.
Lebenslauf
Seine Liebe zum Klavier und damit zum Blues entdeckte Pyrker mit siebzehn Jahren, als er bereits vier Jahre Schlagzeugunterricht nahm. Eine Sendung im Radio (Living Blues von Hans Maitner) und die Begegnung mit Größen wie Vince Weber, Hans-Georg Möller und Axel Zwingenberger brachten ihn zu Boogie-Woogie und Pianoblues.
In den 70er Jahren gab er zahlreiche Konzerte. Eines davon wurde auf LP verewigt (Boogie Woogie Session Live in Vienna '76 mit Axel Zwingenberger, Hans-Georg Möller und Vince Weber) und wurde zum Ausgangspunkt einer Renaissance von Boogie und Blues in Deutschland und Österreich.
Auch mit legendären Bluespianisten spielte er oft zusammen, so z.B. Blind John Davis, Roosevelt Sykes, Memphis Slim und Champion Jack Dupree. Neben etwa 100 Eigenkompositionen zählen natürlich auch die Standards des Pianoblues und des Boogie Woogies zu seinem Repertoire.
Neben etwa 1500 Konzerten veröffentlichte er viele Tonträger. Seit 1999 begleitet ihn auch seine Tochter Sabine bei Konzertauftritten am Schlagzeug.
Diskografie
- Boogie Woogie Session '76 (H.G.Möller, M.Pyrker, A.Zwingenberger)
- It's Whoopie (M.Pyrker, Jo Ann Kelly,voc. / 1978)
- Return To Blues (M.Pyrker / 1980)
- Les Nuits Jazz&Boogie Piano (Verschiedene Künstler; Festival du Paris, 1990)
- Great Boogie Woogie News (Muschalle, Pyrker, Grasser, Gugolz / 1995)
- Martin Pyrker & His Blues Friends from USA (Fort Worth Live Recordings/2001)
- Drum The Boogie! (Martin u.Sabine Pyrker (dm) / 2002)
- A Father's Dream (Martin u.Sabine Pyrker (dm) / 2007)
- Boogie Woogie Storm - Martin Pyrker plays Chamber Blues (featuring Gine Heiger (voc), Michal Hudec (b), Sabine Pyrker (dm) / 2009)
- DVD:A Father's Dream (Martin u.Sabine Pyrker (dm), 3 Duos mit Axel Zwingenberger / 2004)
(Quelle:de.wikipedia.org)



